Prinzmetal
  • Bau

  • Christuskirche Dormagen

  • 2014

  • Bauherr

    Ev. Christusgemeinde Dormagen

  • Orgelbaufirma

    Kampherm Orgelbau

  • Intonation

    Orgelbaumeister Tilman Trefz

  • Disposition

    Christian Stähr

  • Bildcredits

    Kampherm Orgelbau

Im Entwurf der neuen Orgel für die Christuskirche Dormagen geht es um ‚Umkehrung‘. Dabei werden vor allem die Teile des Instruments sichtbar, die sonst im Inneren verschwinden. Es wird jenen Teilen eine Ästhetik verliehen, die üblicherweise nur als pragmatische Technik gelten, obwohl sie das Potential haben der Orgel eine sichtbare Lebendigkeit zu verleihen. Damit soll es dem Besucher, Zuhörenden und Interessierten möglich sein, im Orgelspiel die Vielfalt der dazugehörigen Technik zu erleben und kennenzulernen. Der schmal ausgebildete, sich nach oben öffnende Prospektrahmen schwebt vor der Empore und zeichnet das visuelle Hauptelement der Orgel. Den Prospektrahmen durchstoßen an seiner unteren Fläche zwei Reihen von Abstrakten – feine Holzleisten, die den Spielimpuls übertragen –, die vom Spieltisch zu den Wellenrahmen führen. Diese sind sichtbar vor der Emporenbrüstung positioniert. Die Wellenrahmen sind in diesem Prospektentwurf mit die wichtigsten Elemente. Durch ihre Tiefenstaffelung bilden sie je nach Standort des Betrachters vielfältige Überlagerungen, Moirée-Effekte und Flächen. So wird eine technische Notwendigkeit zu einer neuartigen Ornamentik. Im Unterschied zu herkömmlichen Verzierungen ist diese beweglich und macht das Spiel der Orgel gleichsam tanzend sichtbar.
Ziel des vorgelegten Entwurfs ist, ein Instrument zu schaffen, das mehr als ein Stillleben ist: nicht nur hör-, sondern auch sichtbar lebendig.

Disposition

I. Manual - Hauptwerk

Prinzipal 8´ neu, C-H im Prospekt
Rohrflöte 8´ alt
Gambe 8´ neu
Oktave 4´ alt
Flöte 4´ alt
Quinte 2 2/3´ alt
Oktav 2´ alt
Mixtur 4f. 1 1/3´ alt
Cornett 5f. alt
Trompete 8´ alt
Tremulant

II. Manual - Positiv

Gedeckt 8´ neu
Flauto traverso 8´ neu
Prinzipal 4´ neu
Holzflöte 4´ neu
Nasat 2 2/3´ alt
Waldflöte 2´ alt
Terz 1 3/5´ alt
Sifflet 1´ alt
Cromorne 8´ neu
Tremulant

III. Manual - Schwellwerk

Liebl. Gedeckt 16´ alt
Prinzipal 8´ alt
Liebl. Gedeckt 8´ alt
Salizional 8´ neu
Vox coelestis 8´ neu
Fugara 4´ neu
Gedeckt 4´ alt
Flautino 2´ alt
Horn 8´ neu
Vox humana 8´ neu

Pedal

Violon 16´ historisch, tlw. ergänzt
Subbass 16´ alt
Echobass 16´ Transmission SW
Oktavbass 8´ alt
Gedecktbass 8´ alt
Violon 8´ Fortführung Violon 16´, 12 Töne neu
Choralbass 4´ alt
Posaune 16´ alt, C-B neue Holzbecher in voller Länge
Trompete 8´ alt
Clarine 4´ alt

Normalkoppeln II-I, III-I, III-II, I-P, II-P, III-P
Oktavkoppeln III 16´-I, III 4´-I, III 16´-II, III 4´-II, III 16´-III, III 4´-III, III 4´-P
Schleifladen mit elektrischer Registertraktur und mechanischer Spieltraktur für das I. und II. sowie elektrischer Spieltraktur für das III. Manual
Heuss Setzer-System mit 10.000 Kombinationen
Registerfessel
Winddrossel