Prinzmetal
  • Beteiligung Installation

  • Brüsseler Platz, Köln

  • 2016

  • Auslobung

    Künstlerischer Ideenwettbewerb

  • Auslober

    Kath. Kirche St. Michael, Köln

  • Auszeichnung

    1. Preis

Was wäre wenn?
Wie leben und feiern wir zusammen?
Wie tauschen wir uns aus?
Warum starten wir nicht jetzt?
Warum nicht so tun, als wär die Kirche schon umgebaut?

Mit einfachen Mitteln kann im Hier und Jetzt die Idee eines veränderten Kirchenraums „erprobt“ werden!

Mit diesen Fragestellungen als Leitmotive wird St. Michael zu einem interaktiven Ort. Durch kleine räumliche Eingriffe wird eine inhaltliche Bespielung des Kirchenraums experimentell weiterentwickelt und formuliert somit eine Vision für den Ort.
Wir stellen uns die Frage, welche neuen räumlichen Konfigurationen und Atmosphären dabei möglich und notwendig sind, um zweierlei Nutzer anzusprechen: den klassischen Kirchenbesucher und gleichzeitig neue Milieus des Quartiers.
Schwerpunkt bleibt die Interaktion zwischen dem Besucher und dem Kirchenraum zu untersuchen, um über die erlangten Erkenntnisse den Raum in Zukunft idealer und vor allem kreativer nutzen zu können.

Spezifische Raummodule nehmen mögliche Raumeingriffe vorweg und lösen einen Diskussionsprozess aus. Dabei versteht sich der Kirchenraum als Versuchslabor. Er wird zum Gesprächsthema und Gesprächsort. Die Wirkung auf die Besucher und die entstehenden Situationen können beobachtet und analysiert werden. Diese Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung des Kirchenraums ein.

Die Gesellschaftsdecke

Die Raummodule sind flexible und wandelbare Elemente. Inspiriert sind sie von dem sozialen Aspekt einer Decke – die einen geselligen Ort definiert und zeitgleich eine archaische Geborgenheit vermittelt. Wir bezeichnen diese Elemente als Gesellschaftsdecken.

Sie sind Sitzflächen, Liegeflächen, Bühnen, Projektionsflächen und Stellwände. Sie zonieren den Raum und können sowohl im Kirchenraum eingesetzt werden, als auch auf dem Platz vor der Kirche. Dabei bilden sie ein sichtbares Zeichen nach Außen und erzeugen eine Leidenschaft, sich den Ort anzueignen. Über die Gesellschaftsdecken wird der Kirchenraum variable nutzbar und vernetzt sich visuell sowie funktional mit dem Brüsseler Platz.